Flachstrickversorgung nach Mass

Das Lipödem

Das Lipödem

        Erläuterung der Erkrankung

 

Als Lipödem (griech. Lip = Fett) bezeichnet man eine chronische und im Laufe der Jahre meist fortschreitende Erkrankung des Unterhautfettgewebes. Hierbei handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung unter der fast ausschließlich nur Frauen leiden. Eine Hormonumstellung im weiblichen Körper, während der Pubertät, einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, kann oft der Auslöser sein. Bei allen Betroffenen zeigt sich eine Disproportion zwischen Ober- und Unterkörper. Ist der Oberkörper meist schlank, so ist die Vermehrung des Unterhautfettgewebes im Bereich des Unterkörpers umso größer. Im Laufe des Tages können sich vermehrt Wasseransammlungen, sogenannte Ödeme, in den Beinen bilden, die zu Spannungsgefühlen und Druckschmerzen führen.

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Symptome

        und Beschwerden

 

Man unterscheidet bei einem Venenleiden zwischen äußerlichen und innerlichen Symptome und Beschwerden.

 

Äußerliche Symptome

  • Überproportionale Ausprägung (Schwellung) der Beine und / oder Arme
  • Disproportion des Ober- und Unterkörpers
  • Hohe Anfälligkeit für Blutergüsse

 

Innerliche Symptome

Nach langem Sitzen und Stehen können sich im Laufe des Tages weitere Symptome bilden.

  • Extreme Berührungsempfindlichkeit des Gewebes
  • Druckschmerzhaftigkeit
  • Schweregefühl in den Beinen durch vermehrtes Fettgewebe

   

Stadien

        des Lipödems

 

Das Lipödem lässt sich in verschiedene Stadien einteilen, die den Schweregrad der fortschreitenden Krankheit ausdrücken. Der Umfang der betroffenen Körperteile kann im Laufe der Zeit weiter zunehmen, sofern das Lipödem nicht behandelt wird. Demzufolge ist eine frühzeitige Diagnose durch einen Facharzt, als auch ein zeitiger Therapiebeginn hierbei ausschlaggebend.

Stadium I
  • Glatte Hautoberfläche
  • Unterhautfettgewebe ist verdickt und weich ohne Knotenbildung
Stadium II
  • Unebene Hautoberfläche
  • Unterhaut verdickt mit kleinen Knoten
Stadium III

 

  • Sehr unebene Hautoberfläche
  • Unterhaut verdickt und verhärtet
  • Gewebe bildet grobe Fettwülste an Beinen und / oder Armen

Behandlung

       Das Leben erleichtern

 

Da es sich bei der Diagnose Lipödem um eine chronische Erkrankung handelt, wird diese Betroffene ihr ganzes Leben lang begleiten. Eine konsequente Therapie kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen und somit Beschwerden lindern.
Ein Lipödem wird durch die „Kombinierte Physikalische Entstauungstherapie (KPE)“ mit Manueller Lymphdrainage (MLD) und unterstützender Kompressionstherapie (konservative Methode) behandelt.

Zudem sollte im Alltag darauf geachtet werden neben gesunder Ernährung, Bewegung und Sport individuelle Kompressionskleidung zu tragen.

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Das Lymphödem

Unser

       Lymphsystem

 

Unser Körper besteht aus mehreren Gefäßsystemen. Neben dem Arterien und Venensystem, bildet das Lymphsystem das drittgrößte System unseres Körpers. Dieses Drainage und Transportsystem beinhaltet darüberhinaus unsere Lymphknoten, die unser Abwehrsystem bilden. Als wichtigste Aufgabe des Lymphsystems gilt der Abtransport sogenannter Substanzen, wie Eiweiße, Nahrungsfette, Zellen, Zelltrümmer aber auch eingedrungende Bakterien und Viren. Dieser Abtransport kann nur über die sogenannte Lymphe entsorgt werden.
Als Lymphe bezeichnet man eine farblose Gewebsflüssigkeit, die die Substanzen aus dem Zellenzwischenraum wieder in das venöse System zurückführt.

Die Lymphgefäße bilden ein eigenes System, welches sich entlang der Blutgefäße durch den ganzen Körper zieht. Wird der Lymphfluss beispielsweise durch fehlende oder verletzte Lymphknoten unterbrochen oder beeinträchtigt, bleiben Flüssigkeiten und Eiweiße im Gewebe zurück und Schwellungen können entstehen das Lymphödem.

 

 Das Krankheitsbild

        Das Lymphödem

 

Eine vermehrte Ansammlung von Lymphflüssigkeit im Gewebe führt dazu,
dass die betroffenen Regionen bisweilen stark geschwollen sind. Die davon
betroffenen Personen leiden häufig unter starken Spannungsgefühlen bis hin
zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Ein ungenügender
Abtransport der lymphpflichtigen Substanzen wird als Ursache für das
Krankheitsbild angesehen.

 

 

Symptome

        und Beschwerden

 

  •  Asymmetrische Schwellung einer Extremität
  •  Anschwellen des Fuß- und Handrückens
  •  Schwere-, Druck- und Spannungsgefühl
  •  Kribbeln, Stiche oder leichte Taubheit
  •  Schnelle Ermüdbarkeit der betroffenen Extremität
  •  Hautverfärbungen und andere Hautveränderungen
  •  Hautfalten und -furchen
  •  Erhöhte Anfälligkeit für Hautirritationen und Entzündungen

 

 

Einteilung des Lymphödems

       in Stadien

Stadium 0

Latenzstadium

  • Bekannte Schädigung des Lymphsystems ohne Ödeme
  • keine Klinik, nur szintigraphisch messbar

Stadium 1

Spontan reversibles Stadium

  • Bildet sich durch Hochlagern zurück
  • Weiche Schwellung
  • Fingerdruck hinterlässt eine sichtbare Delle

Stadium 2

Spontan irreversibles Stadium

  • Keine Rückbildung bei Hochlagerung 
  • Verhärtetes Bindegewebe
  • Ein Eindrücken mit dem Finger ist kaum mehr möglich

Stadium 3

Irreversibles Stadium

  • Extreme Volumenzunahme des betroffenen Körperteils
  • verhärtete Haut mit Hautveränderungen
  • Starke Einschränkung der Beweglichkeit

Behandlung

        Das Leben erleichtern

 

Ein unbehandeltes Lymphödem kann oft zu schweren Folgeschäden des gestauten Gewebes führen. Daher ist es besonders wichtig, das sich die Betroffenen einer konsequenten Behandlung unterziehen, um eine Verschlimmerung der Erkrankung zu vermeiden.

Eine frühzeitige Behandlung verbessert die Chancen das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern oder sogar eine Verbesserung zu erzielen.

Die komplexe physikalische

        Entstauungstherapie KPE

 

Die komplexe physikalische Entstauungstherapie lässt sich in zwei Phasen einteilen.
Phase I dient zur bestmöglichen Enstauung des Gewebes und hat als Ziel die Schwellung zu mindern.
Die Phase II fördert die Erhaltung und Optimierung des Behandlungsergebnisses.

 

Die fünf wichtigsten Elemente der KPE sind:

  1.  Manuelle Lymphdrainage
  2.  Kompressionstherapie
  3.  Bewegungstherapie
  4.  Hautpflege
  5.  Aufklärung und Schulung zur individuellen Selbsttherapie

Die individuelle

        Kompressionssherapie

 

Alle Elemente der KPE greifen beim Behandlungsprozess ineinander, sodass durch die manuelle Lymphdrainage der Lymphfluss in den funktionierenden Lymphgefäßen erhöht wurde. Die dadurch vermehrt zurückgestaute Flüssigkeit kann nun durch die Lymphkapillaren aufgenommen und abtransportiert werden. Durch eine geeignete Kompressionstherapie lässt sich dieser Prozess positiv beeinflussen.
Die Kompression unterstützt das Gewebe durch einen äußeren Druck, sodass der Rückfluss der Flüssigkeit samt ihrer Bestandteile in die Lymphgefäße und Venen dauerhaft ermöglicht wird. Medizinische Kompressionsversorgungen sind millimetergenau auf Ihren Körper angepasst und bieten Ihnen viele Vorteile:

 

  • Optimaler Tragekomfort durch flache, elastische und optisch unauffällige Nähte
  • Keine Einschränkung der Beweglichkeit durch weiches und anschmiegsame Materialien
  • Hohe Hautverträglichkeit
  • Exakt definierter Kompressionsdruck durch millimetergenaue Anpassung
  • Alltagstauglichkeit dank strapazierfähiger und luftdurchlässiger Materialien
  • Leichtes An- und Ausziehen
  • Einarbeitung zusätzlicher Verschlüsse (Haken- , Reiß- und Klettverschlüsse) möglich

Kostenlose

    Beratung

 

Bei allen Fragen rund um Ihre medizinische Kompressionsversorgung stehen Ihnen von Anfang an persönliche Ansprechpartner zur Seite.
Ihre Ansprechpartner beraten und begleiten Sie im Verlauf der Therapie.
Gerne beraten und versorgen wir Sie auch bei Ihnen zu Hause vor Ort.
Somit können wir stets eine kundennahe und hochwertige Versorgung gewährleisten

Vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin unter der Telefonnummer 05241 4001 0.
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